Nach der Ernte ist vor der Ernte

Durch die anhaltende Trockenheit der letzten Wochen/Monate verlagerte sich die Ernte um rund zwei bis drei Wochen nach vorne. So konnten wir bis auf unsere Hirse, die Kartoffeln und den Körnermais die gesamte Ernte bereits einfahren. Im diesjährigen Anbaujahr zählen dazu folgende Kulturen: Weizen, Dinkel, Hafer, Dunkelgrünmarmorierte Linsen (mit Leindotter als Gemengepartner), Belugalinsen (mit Hafer), Senf, Raps und natürlich die wiederholte Beerntung unseres Kleegrases.

Auf unserem Bio-Betrieb laufen nun die Vorbereitungen für die kommende Herbstaussaat. Je nach Kultur erfolgt dazu eine unterschiedliche Bodenbearbeitung, die den Ansprüchen der Folgekultur gerecht werden soll.

Bei Flächen, die erst im Frühjahr mit einer Sommerung (z.B. Linsen, Hirse, Hafer…) bestellt werden sollen, erfolgt derzeit die Aussaat einer Zwischenfrucht. Ziel ist es dabei, die im Boden enthaltenen Nährstoffe aufzunehmen und vor Auswaschung zu schützen. Gleichzeitig dienen sie als Nahrung für das Bodenleben und verbessern durch ihre vielseitige Wurzelarchitektur die Bodengare und schützen den Boden vor Erosion. Die Auswahl der Zwischenfruchtmischungen muss dabei gut überlegt sein. Mögliche Krankheiten dürfen nicht über die vorausgehende Zwischenfrucht auf die Hauptkultur übertragen werden. Wir entschieden uns daher für eine Mischung aus: Phacelia, Sonnenblumen, Öllein, Rauhafer und Sorghum.

Im kommenden Anbaujahr möchten wir unsere Fruchtfolge weiter ausbauen. Deshalb versuchen wir uns erstmalig am Anbau von Roggen, Emmer und Buchweizen. Der bis dato angebaute Winterweizen verliert nun seinen Platz in der Fruchtfolge, damit die nötigen Anbauabstände eingehalten werden können.